Wunderbare Architektur in Prag
- 03.14.11
- Europa, Prag, Reisen, Tschechien
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Schon damals galt Prag als wichtige Handelsstation im europäischen Handel. Das Aufeinandertreffen von Ost- und Westeuropa beeinflusste das Prager Erscheinungsbild. Vor Allem die Architektur wandelte sich im Laufe der Zeit. Es wirkten Architekten und Künstler aus ganz Euopa mit und Prag wurde zusätzlich zu einem zentralen Anlaufpunkt für Architektur und Kunst.
Noch heute ist die Wichtigkeit Prags in der Architekturszene erkennbar. Allein 2000 Denkmäler prägen das Stadtbild. Eine Reise in die Goldene Stadt ist heute vor Allem kulturell und geschichtlich geprägt. Den Beinamen der goldenen Stadt bekam Prag bereits zu früherer Zeit. Prags vergoldete Kirchturmspitzen tauchen die Stadt im Sonnenlicht in ein goldenes Licht. Die Stadt wirkt erleuchtet. Zudem ist das Stadtwappen mit vielen Goldelementen verziert worden, was den Spitznamen noch verstärkt hervorhebt.
Prägend für das heutige Stadtbild war die Romanik. Auch wenn heute nur noch wenige Elemente des Stils vorhanden sind, erkennt man noch einige Teile wieder. So ist die St. Georgsbasilika mit ihrer massiven Bauweise und dem ausgeprägten Steingewölbe eines der typischen Bauwerke der Romanik.
Nach der Romanik kam die Gotik nach Prag. Heute ist sie in vielen Gebäuden wieder zu erkenne. Generell wird die Gotik als eine der wichtigsten architektonischen Stilrichtungen angesehen. Viele Elemente der Gotik wurden vom bekannten böhmischen König Karl dem IV verwirklicht. Die Gotik stand im Gegensatz zur Romanik. Anstelle von massiven Wänden und festen Bögen kamen nun dünne Wände und bunte Fenster mit spitzen Bögen oder hohen Dächern zum Ausdruck. Ein bekanntes Beispiel der Gotik ist die Karlsbrücke, benannt nach König Karl dem IV.
Auch in Prag machte die Renaissance nicht Halt. Der Stil ahmte viele Teile der Antike nach und brachte diesen Prunk in die tschechische Hauptstadt. So wurden einige Gebäude, wie auch der Pavillion der Anna Belvedere ganz im Stil der Renaissance gehalten. Bekannte Merkmale dieses Stils sind mächtige Säulen, detailreiche Dreiecksgiebel und eine kastenartige Bauweise.
Direkt nach der Renaissance kam der barocke Stil nach Prag. Noch detailverliebter wurden Gebäudeteile gestaltet, sodass der Ausdruck von Prunk und Macht hier seinen Höhepunkt fand. Seinen prägendsten Ausdruck fand dieser Stil in der Nikolaus-Kirche, die auch heute noch weitestgehend so zu begutachten ist.
Im 19. Jahrhundert bekam Prags Architektur einen leichten Einfluss des Klassizismus. Im Zeichen der Renaissance wurde antike Architektur mit moderneren Stilen vermischt. Dieser Stil sollte Fehler und Probleme der Renaissance ausbügeln. So trafen moderne Ideen auf antike Vorstellungen.
Wenig später wurde die immer bestehende Grenze zwischen Realität und Kunst aufgehoben. Im Jugendstil gab es diese Grenze nicht mehr. Die Ausrichtung auf die Natur verstärkte sich nicht nur in den Köpfen der Menschen, auch die Bauweise wurde natürlicher und der Natur ähnlicher. Man bediente sich zudem an natürlichen Mechanismen und versuchte diese technisch umzusetzen.
Der Kubismus brachte geometrische Formen in die goldene Stadt. Heute eines der meist besuchten Gebäude ist das Haus „Zur schwarzen Mutter Gottes“, welches im 20. Jahrhundert im Zuge des Kubismus nach Prag kam.
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