„Paradies auf Erden“, „Perle des Indischen Ozeans“ oder einfach nur „Trauminsel“. Es kann kaum schönere Beschreibungen für eine Insel mit dem Namen Mauritius geben. Mauritius liegt im Südwesten des Indischen Ozeans. Während der afrikanische Kontinent über 1.700 Kilometer westlich von Mauritius entfernt ist, befinden sich im Norden die Seychellen. Mauritius bietet also eine Stück heile Welt, fernab vom großen Trubel in den Metropolen auf dem Festland. Der amerikanische Schrifsteller Mark Twain sagte einmal: „Mauritius wurde noch vor dem Himmel geschaffen. Der Himmel ist nur eine Kopie der Insel.“
Der Staat Mauritius besteht aus zwei großen und mehreren kleinen Inseln. Auf Mauritius selbst liegt auch die Hauptstadt Port Louis. Mauritius hat nur knapp 1,3 Millionen Einwohner. In den vergangenen Jahren hat sich der kleine Staat im Indischen Ozean zu einer wahren Touristen-Hochburg entwickelt. Hier geben sich nicht umsonst auch Prominente wie Claudia Schiffer, Michael Schumacher oder Catherine Zeta-Jones die Klinke in die Hand. Denn Mauritius ist auch ein Ort der Ruhe für Stars, die jeden Tag im Rampenlicht stehen, also ein Zufluchtsort. Paparazzis werden hier dank der hervorragenden Bungalows und Hotels mit sehr guten Sicherheitsvorkehrungen gekonnt in Schach gehalten.
Mauritius überwältigt die Touristen mit seiner atemberaubenden Vielfalt an Flora und Fauna. Hier gibt es über 700 verschiedene Pflanzarten, viele seltene Tierarten, ein vulkanisches Bergmassiv in bis zu 800 Metern Höhe, aber auch Kokospalmen und malerische Buchten. Auf dem Speiseplan stehen nicht selten Delikatessen wie Affenfleisch. Das Klima auf Mauritius ist tropisch und beträgt jährlich im Durchschnitt über 23 Grad an der Küste und knapp 20 Grad auf den Höhen. Die Insel ist somit in allen Monaten des Jahres richtig gut besucht, einen Winter gibt es hier nicht. Die reichen Korallenriffe ziehen viele Taucher und Schnorcheler an. Hier bekommt man Riesenmuränen, eine große Vielfalt an Muscheln und Wasserschnecken geboten. Außerdem gehört die Insel auch zu den Hochburgen des Kitesurfens, weil hier vor allem in den Monaten Juni bis August ein kräftiger Gleitwind herrscht.
Wer z. B. bei einer Individualreise nach Mauritius auch etwas von der Kultur und der vielfältigen Natur sehen möchte, der sollte eine der vor Ort angebotenen Touren unternehmen. Wer zum Beispiel eine Tour in den Süden machen möchte, der wird voll auf seine Kosten kommen.
Im Süden gibt es nämlich den Grand Bassin, der als See einer der größten Heiligtümer der Hindus außerhalb von Indien ist. Das Wasser gilt als heilig und wird für rituelle Waschungen verwendet. Die Gläubigen füllen es oft in Flaschen ab, um sie dann mit nach Hause zu nehmen. Während des Maha-Shivarartree-Festes im Februar oder März jeden Jahres pilgern über 400.000 Gläubige zum See. Rund um den See bekommt man sogar freilaufende Affen zu Gesicht, sollte ihnen jedoch nicht zu Nahe kommen. Alle Tempel, die es rund um den Grand Bassin gibt, können besichtigt werden. Man sollte nur einige wenige Regeln beachten: Die Tempel soll man nicht barfuß oder in kurzen Hosen betreten, am Eingang sollte man die Glocke betätigen und wenn man den Tempel wieder verlässt, dann sollte das rückwärts geschehen. Da der Grand Bassin im Inselinneren im Süden von Mauritius liegt, ist er nur mit dem Auto oder per organisierter Bustour zu erreichen.
Auf einer solchen Route darf aber auch ein Besuch im Black River Georges Nationalpark nicht fehlen. Er wurde 1994 zu diesem proklamiert und ist der einzige auf Mauritius. Hier gibt es einen der seltensten Wälder der Welt mit einer endemischen Flora und Fauna. Über 300 der etwa 700 verschiedenen Pflanzenarten auf Mauritius kommen alleine im Nationalpark vor, darunter befinden sich Eisenkraut, Ochsenzunge, Anthurien und Orchideen. Im Black River Georges Nationalpark wird aktiver Naturschutz betrieben, vor allem bei endemischen Vogelarten wie dem Turmfalken, der Rosa Taube oder dem Mauritiusssittich. Hier findet man aber auch eingeführte Tierarten wie Tenreks, Hirsche, Rehe, Wildschweine und verschiedene Schmetterlingssorten. Die Hauptaktivität im Nationalpark ist das Wandern. Das größte Wandergebiet auf Mauritius bietet Fußpfade von über 60 Kilometer Länge. Sie sind alle gut beschildert und gepflegt.
Chamarel ist ein kleines, unberührtes Dörfchen, dass ohne die Ausflugsziele in seiner unmittelbaren Nähe vermutlich nicht bekannt wäre. Die Cascade Chamarel sind Wasserfälle, die inmitten einer einzigartigen Natur in die Tiefe stürzen. Leider kann man sie nur aus der Ferne betrachten. Die Terre des Couleurs (farbige Erde) erinnert an eine Mondlandschaft. Die Erde liegt in ungleichmäßigen Hügeln und schimmert in sieben Farben. Hinweisschilder erklären den Touristen die chemischen Prozesse, die zu diesem einzigartigen Farbenspiel führen. In der Hauptsaison kann man von einem kleinen Restaurant aus den Blick auf die Terre des Couleurs genießen.
Als weitere Ausflugsziele auf einer solchen Südroute bieten sich auch die Schiffsmodellfabriken in Floreal und Trou aux Cerfs an und der Aussichtspunkt Bennetier Island.
Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und sich den Traum von diesem „Paradies auf Erden“ verwirklichen will, der sollte also nicht lange zögern. Schon bald könnte man in einem der Bungalows oder Hotels auf Mauritius logieren und ein Stück heile Welt fernab vom Alltagsstress genießen.
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